Brandenburg: Neonazis stören jüdisches Fest

In den Nachmittagsstunden des 19. Oktober 2008 hat in der Kulturgiesserei in Schöneiche eine Veranstaltung anlässlich des Jüdischen Laubhüttenfestes stattgefunden. Wie die Märkische Allgemeine berichtete, seien mit Beginn der Veranstaltung eine Gruppe von acht Männern (zwischen 18 und 41 Jahren, aus Schöneiche, Erkner und Woltersdorf) in den Raum gekommen. Die Männer setzten sich demnach auf reservierte Plätze in der ersten Reihe.

Anhand ihrer T-Shirts waren die Männer als Anhänger der NPD zu erkennen. Die Veranstalter setzten das Hausrecht durch und forderten die Männer auf, die Räume zu verlassen. Sechs Männer folgten der Aufforderung und gingen, zwei Männer (ein 19- und ein 33-Jähriger) verließen die Veranstaltung erst nach weiteren Aufforderungen durch das Sicherheitspersonal und die Polizei. Die beiden verließen die Veranstaltung nicht ohne eine gegen die Veranstaltung gerichtete, beleidigende Bemerkung gemacht zu haben, deren strafrechtliche Relevanz gegenwärtig noch geprüft wird.

Siehe auch: “Der Antisemit nimmt dem Juden nicht übel, wie er ist, sondern, dass er existiert” , “Protokoll der Weisen von Zion” in der UN-Vollversammlung, Antisemitische Hetze im NPD-Netztagebuch, Aufklärung gegen Antisemitismus: `Schwer, aber nicht aussichtslos` , 09/11, ZOG und “Judenpresse”: Wie baue ich eine Verschwörungstheorie?