Lesetipp: “Hauptsponsor Staat”

Durch Wahlkampfkostenerstattung und Fraktionsgelder sind die Einnahmen der NPD zwischen 2001 und 2008 um über 300 Prozent gestiegen. Die Partei baut mit diesen Finanzen ihre Strukturen aus – oder finanziert Küchenstudios quer. Die junge Welt hat einen lesenswerten Artikel – mit vielen Zahlen aber dennoch gut lesber – unter dem Titel „Hauptsponsor Staat“ zu den Finanzen der NPD veröffentlicht.

Siehe auch: Finanzaffäre geht in neue Runde / NPD-Spitze angeblich informiert, NPD-Chef Voigt versucht die Reihen zu schließenNPD-Programmparteitag offenbar erst im SuperwahljahrEx-Schatzmeister Kemna geht doch von alleine, Prozess gegen Ex-Schatzmeister der NPD: “Guter Kamerad” oder schlechter Betrüger, Intrige? “System” schützt NPD vor eigenem Finanzchaos, Vorwürfe gegen Kemna: Keine neuen Entwicklungen, NPD finanziert sich zu 64 % aus Steuergeldern , NRW: Rechtsextremisten machen in den Kommunalparlamenten Kasse. NPD bald pleite?, Die NPD und die Jagd nach dem “braunen Geld”, Bundesparteitag in Bamberg: Finanzaffäre entzweit NPD, Nach NPD-Parteitag: Ex-Chef Deckert fordert Aufklärung über Kemna-Affäre, Klage abgewiesen: NPD muss erschlichenes Steuergeld zurückzahlen, Verfassungsschutz: Finanzlage der NPD weiter desolat, Teurer Kampf gegen das System: NPD muss mit weniger Steuergeldern auskommen

4 thoughts on “Lesetipp: “Hauptsponsor Staat”

  1. „Hauptsponsor Staat“

    Wie bei der SPD, CDU, FDP, B90/Grüne, der SE…PD…LINKEN und Patrick Gensing (als Mitarbeiter von „tagesschau.de“): Hier ist der Hauptsponsor auch der Staat (und der Zahler damit der Steuerzahler – d.h. auch der NPD-Funktionär, das einfache NPD-Mitglied und der NPD-Wähler).

  2. Der Artikel zeigt mal wieder: NPD-Bleichgesicht spricht mit gespaltener Zunge!
    Man hetzt gegen das „System“, finanziert sich aber fast zur Hälfte über den verhassten „Besatzerstaat“. Man klagte gegen die staatliche Parteienfinanzierung und pöbelte gegen die demokratischen Parteien, obwohl man selbst mehr als alle anderen Parteien dadaurch absahnt.
    Man hetzt übrigens auch gegen alle Ausländer und „Passdeutsche“ (Eingebürgerte), welche angeblich den Sozialstaat ausplündern, aber lebt unter anderem auch von deren gezahlten Steuern üppig.
    Der nationale Arier und „Freiheitskämpfer“ endet bei der NPD offenbar vor dem Bankkonto.

  3. Es ist nun einmal so, daß eine Partei mit einem Zuwachs an Mandatsträgern auch mehr Geld bekommt.

    Wenn man dagegen ist, muß man das ganze Finanzierungssystem ändern. Aber es ist sinnlos, sich über das Prinzip bei einer Partei aufzuregen, bei den anderen jedoch nicht. Hier müssen schon gleiche Spielregeln für alle gelten.

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