Dänemark will Rechtsrock-Produzenten ausliefern

Dänemark will offenbar die beiden Rechtsrock-Produzenten Flemming C. und Stephan G. ausliefern. Die Jewisch Telegraphy Agency berichtet, der dänische und der deutsche Staatsbürger könnten aber noch ein Gerichtsverfahren in Dänemark anstrengen. Die beiden Männer wurden bei einer Razzia im August 2008 festgenommen. Sie sollen 100.000 illegale CDs auf dem Label „Celtic Moon“ produziert haben.

Den Beschuldigten Flemming C. und Stephan G. wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von mehreren Jahren als Verantwortliche des Musikversands “Celtic Moon” illegale Tonträger wie “Kommando Freisler – Geheime Reichssache” finanziert, deren Produktion in Auftrag gegeben und sie anschließend vertrieben zu haben. Dazu hat sich die Gruppierung ihrer Kontakte zu einem Mitbeschuldigten in Australien bedient, der die übersandten Masterbänder vervielfältigen ließ und die CDs anschließend nach Dänemark verschickte. Es handelt sich um CD-Produktionen im deutlich fünfstelligen Bereich.

Aufgrund entsprechender Rechtshilfeersuchen führen die Behörden in Finnland unter BKA-Beteiligung zeitgleich Durchsuchungsmaßnahmen bei Personen durch, die im Rahmen der Ermittlungen als Verantwortliche des illegalen CD-Versands “Werwolf Records” bekannt wurden. Auch dieser Personenkreis steht in direktem Kontakt zu den Hintermännern der “Celtic Moon” – Verantwortlichen und ist insbesondere durch die Neuproduktion der beiden Sampler “Die Deutschen kommen” Teil 1 und 2 in Zusammenarbeit mit Thorsten Heise in den Fokus der Ermittlungen geraten. Auch einem dänischen Medienbericht zufolge haben die Männer enge Verbindungen zur NPD, sie könnten zudem wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt werden.

Heise und Stephan G. sollen enge Kontakte haben

Neonazis aus Deutschland und Skandinavien pflegen seit Jahren enge Verbindungen. Eine zentrale Person dabei ist offenbar Stephan G., er wird von Beobachtern in Skandinavien dem Blood-Honour-Netzwerk zugerechnet. Zudem betreibt er die Internet-Seite “Nordisches Hilfswerk”, das nach Angaben des dänischen Recherche-Projekts redox die Zusammenarbeit zwischen deutschen und skandinavischen Neonazis verbessern soll. Laut Angaben aus Schweden unterhält G. enge Kontakt zu Heise.

Siehe auch: Niedersachsen: Strafmaß gegen NPD-Bundesvorstand Heise bestätigt, SH: BKA-Razzia gegen Nazi-Musik-Szene, Razzia bei NPD-Bundesvorstand: Maschinenpistole gefunden, Neonazi-Musik – Internationale der Nationalisten als Ziel – bzw. Zielgruppe, MVP: V7-Versandhändler verurteilt, Freispruch gegen NPD-Bundesvorstand Pühse auf der Kippe, Niedersachsen: Erneut Razzien gegen Rechtsrock-Produzenten , Nazi-Konzerte: 1,2,3… viele!?!

2 thoughts on “Dänemark will Rechtsrock-Produzenten ausliefern

Comments are closed.