Video von NPD-Aufmarsch: Daniel Cohn-Bendit “an die Wand stellen”

Wie berichtet hat Sascha Söder, NPD-Funktionär aus Hessen, am 11. Oktober 2008 bei einer Demonstration in Wetzlar gefordert man solle Daniel-Cohn-Bendit, den er als „Mitglied einer ganz besonderen Minderheit“ bezeichenete, „an die Wand stellen“. Das Bündnis Wetzlar bleibt Bund hat dies in einem Videomitschnitt dokumentiert. Söder wies in seiner Rede auch auf die Folgen von Gewalt gegen Kinder hin.

Neonazis in Hessen sind auf diesem Gebiet Spezialisten. Denn wie schnell solche Leute auf Drohungen gegen ihre zahlreichen Feinde auch Taten folgen lassen, hat man im Fall von Kevin S. gesehen, der eine schlafende 13-Jährige mit einem Klappspaten schwer verletzte.

Kevin S. war gemeinsam mit J. bei „Volksfront Medien“, S. sitzt nun im Knast, J. ist ausgestiegen aus der Nazi-Szene. Nun schlägt ihm der Hass aus der rechtsextremen Bewegung entgegen. Und Neonazi-Seiten zufolge ist J. nun auch kein guter Kamerad mehr, der bei von Neonazis vielgelobten Video-Projekten dabei ist, sondern natürlich ein Selbstdarsteller. Sein ehemaliger „Kamerad“ Christian Müller schrieb auf einer bekannten Neonazi-Seite dazu: „Ich bin froh dass dieser spaß Prolet aus unseren Reihen verschwunden ist und objektiv betrachtet ist diese Charakter Null unser bester Mann bei der Antifa!“ Und das Nachfolge-Projekt von „Volksfront Medien“, die „Media Pro Patria“: „In unseren Augen bist du nur ein skurriler Selbstdarsteller der gern den Fokus der Öffentlichkeit gesucht hat.“ Andere meinen einfach: „Von mir aus kann der Typ verrecken.“

Noch einmal zu der Demonstration in Wetzlar. Wie ernst die Neonazis ihr Anliegen meinen, sieht man in diesem Video, wo alles Parolen, die sie so auf dem Kasten haben, abgespult werden.

Siehe auch: Hessen: Ex-”Volksfront-Medien”-Macher aus Nazi-Szene ausgestiegenHessen-NPD marschiert: “Cohn-Bendit an die Wand stellen”, Hessen: Offenbar erneut brutaler Nazi-ÜberfallHessen: Staatsanwaltschaft prüft Anklage wegen versuchten Mordes,   Nazi-Überfall in Hessen: 13-Jährige schwer verletzt, Täter aus NPD-Umfeld, Hessen: Keine organisierte Nazi-Szene?!?, Angriffe auf jugendliche Camper: “In Buchenwald, da machen wir die Juden kalt”, Nazi-Überfall: 13-Jährige außer Lebensgefahr

4 thoughts on “Video von NPD-Aufmarsch: Daniel Cohn-Bendit “an die Wand stellen”

  1. Hahaha, dieser Hantusch stelle seinen Ausschluss aus dem Sportverein oder was das war so dar, als wäre der Grund die Angst vor dem etwaigen Auftauchen etwaiger Linksautonomer gewesen und selbstverständlich nicht die Tatsache, dass Eltern nicht wollen, dass ein Neonazi im Sportverein ihre Kinder betreut.
    Was für ein realitätsferner Mann!

    Und die Fußvolk-Nazis mit ihren Parolen zeigen sich auch mal wieder von ihrer besten Seite.. Warum fangen sie beim an die Wand stellen nicht mit Kevin Schippkoweit an?
    Scheinheilige Dummköpfe.

  2. Anhand dieses Falles und den Erzählungen anderer Aussteiger zeigt sich, dass es in der Szene eben keine Freundschaft gibt, sondern man unter „Kameradschaft“ nur ein Zweckbündnis gleicher Ideologieträger versteht. Die Strukturen und Verhaltensweisen haben viel mehr Gemeinsamkeiten mit religiösen Sekten als mit politischen Kreisen.

  3. hallo
    natürlich sind die nicht ganz normal im kopf!!!
    aber im original video hört und sieht man das in diesem video ein teil ausgeschnitten würd!!
    er sagt er würde den jenigen der selbst justitz macht nicht anzeigen.
    ich würde das auch nicht und wenn das ein linker gesagt hätte wert ihr alle da gestanden und hättet geklatscht

    und eins noch bin kein deutscher aber die rechten haben zumindest in dieser hinsicht RECHT sorry aber so is es

Comments are closed.