Sachsen: Umfrage sieht NPD bei 2,8 Prozent

Nach einer repräsentativen Umfrage ein Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen schafft die rechtsextreme NPD nicht mehr den Sprung in das Parlament. Sie würde nur noch 2,8 Prozent der Stimmen erhalten und hat damit auch zur Vorjahresumfrage (3,8 Prozent) eingebüßt, geht aus der in Dresden vorgestellten Befragung der aproxima Agentur für Markt- und Sozialforschung Weimar hervor, berichtet die Sächsische Zeitung. Bei der Landtagswahl 2004 war die NPD auf 9,2 Prozent gekommen. Die Zustimmung zur CDU/SPD-Koalition stieg im Jahresvergleich von 49 auf 53 Prozent. Zwischen Juni und August wurden im Auftrag der sächsischen Regierung 1011 Menschen befragt.

Zu beachten ist, dass die Umfrage von der Landesregierung in Auftrag gegeben wurde. Und bekanntermaßen haben Umfrageergebnisse nicht zwingend mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu tun. Doch der Vergleich zum Vorjahr legt zumindest nahe, dass die Zustimmung für die völkische Partei wohl nicht gewachsen ist. Allerdings holte die NPD bei den Kommunalwahlen in Sachsen durchschnittlich mehr als fünf Prozent. Experten sprachen davon, dass die NPD eine Stammwählerschaft habe.

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