MVP: Geldstrafe für NPD-Funktionär Zimmermann

Der Chef des NPD-Kreisverbands von Mecklenburg-Strelitz und Neubrandenburg, Marco Zimmermann, ist nach Angaben des Opferhilfevereins Lobbi vom Amtsgericht Neustrelitz zu einer Geldstrafe wegen des fahrlässigen Besitzes einer verbotenen Waffe verurteilt worden. Der Angeklagte behielt sich vor, gegen das Urteil mit Berufung oder Revision vorzugehen, teilte die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt auf ihrer Internetseite mit. Der Angeklagte müsse 200 Euro und die Verfahrenskosten zahlen.

Bei einer Hausdurchsuchung in der damaligen Neustrelitzer Wohngemeinschaft des Angeklagten wegen eines anderen Ermittlungsverfahrens hatte die Polizei den Angaben zufolge im März 2007 den Wurfstern sichergestellt. Der 23jährige bestritt vor Gericht, Besitzer der japanischen Wurfwaffe zu sein. Besucher hätten den Gegenstand in seiner Wohnung offenbar vergessen.

Gegen den Neustrelitzer NPD-Funktionär wird den Angaben zufolge außerdem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Zimmermann soll demnach mutmaßlich an der Organisation eines illegalen Aufmarsches zu Ehren des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß beteiligt gewesen sein. Während der unangemeldeten Demonstration am 17.August 2008 in Neustrelitz kam es zu Handgreiflichkeiten mit Polizisten.

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