Bayern: Gemeinde will NPD-Treffpunkt verhindern

Zurzeit werden zahlreiche angebliche Kaufpläne der NPD bekannt. Bei einem Fall in Halsbach geht es um einen Immobilienbesitzer, der damit gedroht hat, sein Wirtshaus an die völkische Partei zu verpachten oder auch zu verkaufen. Nun hat er der Gemeinde angeboten, die Immobilie für 1,25 Millionen Euro zu erwerben. Dabei liegt der geschätzte Wert bei 700.000 Euro. Laut einem Bericht von Chiemgau Online haben sich die Bürger in einer Gemeinde klar gegen einen Kauf entschieden.

Ein Teilnehmer sagte dem Bericht zufolge, Gruber senior [der ehemalige Besitzer, PG] habe ihm gegenüber mehrfach versichert, für ihn (Gruber sen.) käme ein Verkauf an die NPD nie infrage. Deshalb werde Gruber junior nicht an die rechtsextreme Partei verkaufen können. Ein anderer Bürger gab demnach auch zu bedenken, dass bei solch einem überhöhten Preis „sicher 200.000 Euro direkt an die NPD gehen würden.“ Öffentliche Förderungen für einen Kauf des Gasthofes seien nicht zu erhalten, bestätigte der Bürgermeister auf Nachfrage aus dem Publikum. 

In dem Gasthof hatten Neonazis schon des Öfteren Veranstaltungen durchgeführt, so beispielsweise auch der mehrfach vorbestrafte Neonazis und NPD-Funktionär Norman Bordin.

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