12. Jahrestag des “Club 88″ in Neumünster

Zum zwölfjährigen Bestehen des Club 88 erklärt die Grüne Europaabgeordnete Angelika Beer: „Zum 12. Mal jährt sich das Bestehen des rechtsextremistischen Club 88. Das neumünsteraner Neonazizentrum mit dem Untertitel „Heil Hitler – der allerletzte Ausweg“ ist zentraler Kristallisationspunkt für die rechte Szene in Neumünster und Schleswig-Holstein. Die Feierei um den Club-Jahrestag ist ein Affront für alle Demokraten in Schleswig-Holstein.

Die Räumlichkeiten des Clubs bieten den Braunen die Möglichkeit, ihre Szene zu etablieren und auszuweiten. Damit wird der Aufbau einer aktiven Rechten Szene in unserem Land unterstützt. Das dürfen wir in unserem demokratischen Staat nicht dulden. Die Zivilgesellschaft muss ein breites Bündnis gegen die Rechtsextremisten bilden. Der jahrelange Protest muss mit der Schließung des Club 88 endlich ein erfolgreiches Ende finden. Der Club 88 ist das Allerletzte. Es gibt nur einen Ausweg – seine Schließung!“

Proteste gegen „Club 88“

„Null Toleranz für Nazistrukturen“ – unter diesem Motto demonstrierten rund 300 Menschen am 27. September 2008 in Neumünster gegen den bundesweit bekannten Neonazi-Treff. Wie der SHZ berichtete, machten die Veranstalter in ihren Kundgebungen zudem mehrfach auf die Gefahr der Etablierung weiterer Nazi-Treffs in der Stadt, namentlich der Gaststätte Titanic, aufmerksam.

Schon an diesem Wochenende könnte es dem Bericht zufolge zu erneuten Protestaktionen in Neumünster kommen. Falls der „Club 88“ wie geplant am 4. Oktober seinen Geburtstag im großen Rahmen feiern sollte, rechnet die Polizei auch mit Gegendemonstrationen.

Siehe auch: “Fast null” Neonazi-Konzerte , Nazi-Konzerte: 1,2,3… viele!?!, SH: NPD wirbt weiter für Heil-Hitler-Club

4 thoughts on “12. Jahrestag des “Club 88″ in Neumünster

  1. Guter Artikel, allerdings ist die Zahl der 300 Gegendemonstranten durch eine voreilige (oder bewusste?) Polizeimeldung sehr zu tief gegriffen, es waren an die 800 Antifaschisten, die sich am Potest gegen Club 88 beteiligt haben.

    Auch 101 Delegierten der Die.Linke-Konferenz, die extra für die Demonstration unterbrochen wurde, nahmen teil.

  2. War echt ne saugute Party! Wie lange geifert die sauhässliche A. Beer jetzt eigentlich schon gegen den Club? Scheiss Demokratenpack!

  3. Mann,mann ihr könnt den club88 eh nicht verbiten egal was ihr macht.Aber ihr könnt es ja versuchen müsst aber mit einer gegen Antwort rechnen

  4. Der „Club 88“ ist mit Sicherheit kein Glanzstück der verschlafenen Gemeinde Neumünster,aber diese sogenannten „Aktionen gegen rechts“ haben
    diesem Laden und den Leuten,die dahinter stehen,zu neuem Selbstbewußtsein verholfen und diese Kleinstzelle(der Laden,nicht darin befindlichen Hirne)
    stigmatisiert zur Lokalfrontstadt.Ich erinnere mich an Aktionen von Chr.
    Worch und einer Gegenaktion von A.Beer mit Ausschank von indischem Tee vor
    dem CLUB (sind Inder nicht Arier?) Die Aufmerksamkeit der Medien galt natürlich den selbsternannten Herrenmenschen und die Worch-Demo lief mitten in der Woche ab (ich glaub n´Mittwoch,paßt ja sprachlich) und wies eine Teilnehmerzahl von fast 150 Leuten auf,das sagt doch einiges.Während Frau Beer mit ihrer Tee-Com wohl ziemlich alleine dastand.Ich glaube das
    Abdrängen von Suchenden führt immer in die Nähe von Extremen und manchmal in die Katastrophe,villeicht sollte man Leuten noch etwas mit auf den Weg geben,bevor man sie abschreibt und andere die persönliche Führung und Indoktrinierung übernehmen! Wenn man 14-jährige Mitläufer schon zu Nazis macht,kann es sehr leicht passieren,daß zehn Jahre später geschulte Kader vor einem stehen,die glernt haben,Haß strafrechtlich inrelevant zu formulieren und Drecksarbeiten anderen zu überlassen.Das Gefühl“Die Gesellschaft hat uns abgeschrieben“ erzeugt eine Abwehrreaktion,bis hin zu Entwicklungsstufen des Hasses,denen nur sehr schwer im nachhinein beizukommen ist.Wehret den Zuständen! kann von daher nur die Parole lauten.Einer,der es durchgemacht hat……

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