Göttingen: Spekulationen um Brand in Afro-Shop

Nach dem Feuer in einem Göttinger Afro-Shop gibt es laut einem Bericht von e110 Streit über die Hintergründe. Während die Polizei demnach erklärte, das Feuer sei „an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ auf einen technischen Defekt zurückzuführen, halten der nigerianische Inhaber und Unterstützer einen Anschlag für wahrscheinlich. Der Vermieter hatte sich zuvor unter anderem bei der Göttinger NPD über Streitigkeiten mit dem Mieter beklagt.

Der Laden war am Wochenende ausgebrannt. Durch das Feuer wurden das Lager, die Fassade und Teile des Verkaufsraums beschädigt. Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden, die Höhe des Sachschadens bezifferte ein Polizeisprecher mit rund 65 000 Euro.

Brief auf NPD-Homepage

In dem Brief an die Göttinger NPD, den diese auf ihrer Internetseite veröffentlichte, hatte sich der Vermieter unter anderem über angebliche Mietrückstände beklagt. Durch die fehlenden Einnahmen sei mittlerweile sein Konto gesperrt, der Immobilie drohe die Zwangsversteigerung.

Der Mieter berichtete seinerseits von Beschimpfungen und Drohungen durch den Besitzer des Gebäudes sowie durch Rechtsradikale. Kunden und Anwohner sagten am Montag, sie hätten den Vermieter in jüngster Zeit häufig „in Begleitung stadtbekannter Neonazis“ gesehen.

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