Brandenburg: NPD holt Sitze bei Kommunalwahlen

Die rechtsextremistische NPD hat im Landkreis Spree-Neiße künftig zwei Sitze. Die Partei kam bei den Kommunalwahlen am 28. September 2008 laut ddp auf 3,9 Prozent der Stimmen, wie der Kreiswahlleiter mitteilte. Ob der verurteilte Gewalttäter Alexander Bode für die Partei in den Kreistag einzieht, war noch nicht bekannt, da vier NPD-Kandidaten auf der Liste standen.

Bode war der Haupttäter der sogenannten Hetzjagd von Guben, bei der 1999 der algerische Asylbewerber Omar Ben Noui ums Leben gekommen war. Bode wurde wegen versuchter Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt.

Flächendeckend Mandate gewonnen

Im Landkreis Oder-Spree holte die NPD drei Sitze, in der Uckermark zwei, im Havelland zwei, in Cottbus zwei.

Die DVU erreichte in Prignitz einen Sitz, in Barnim zwei, in Märkisch-Oderland zwei, im Lankreis Dahme-Spree drei, in Teltow-Fläming einen, im Landkreis Elbe-Elster drei, in der Oberspree zwei, in Oberspreewald-Lausitz zwei.

In einigen Landkreisen wird noch gezählt. In Brandenburg/Havel, Frankfurt (Oder) und im Kreis Ostprignitz-Ruppin hatten weder NPD noch DVU Kandidaten aufstellen können.

Siehe auch: Brandenburg vor der Kommunalwahl: Dünne Personaldecke bei der NPDBrandenburg: Erneute Ermittlungen gegen NPD-Kandidaten, „Volksgemeinschaftliche Abwehrreaktionen“ – Rechtsextremismus in Brandenburg, Guben: Prozess wegen Hetzjagd aus dem Jahr 2006Brandenburg: Richterin bezweifelt Anspruch der NPD auf ImmobilieBrandenburg: NPD bezeichnet tödliche Hetzjagd als “Klamotte”Brandenburg: Verurteilte Straftäter als NPD-Kandidaten