Russland: 2008 bislang mehr als 70 Todesopfer durch rassistische Gewalt

72 Menschen sind laut der Nachrichtenagentur RIA Novosti in diesem Jahr in Russland aus rassistischen Gründen getötet worden, rund 300 weitere wurden verletzt. Dies teilte die Vizechefin des Analytikzentrums „Sowa“, Galina Koschewnikowa, dem Bericht zufolge mit. Das Zentrum befasst sich demnach mit der Untersuchung von Nationalismus und Ausländerfeindlichkeit.

Koschewnikowa zufolge werden vor allem aus Zentralasien stammende Menschen von Skinheads angegriffen. Diese Verbrechen werden immer öfter als Gelegenheitsverbrechen getarnt. Der vollständige Bericht des Zentrums über die nationalistischen Tendenzen in Russland wird erst im Dezember vorgelegt.

Siehe auch: NPD-Außenpolitik: Die Achse Berlin-Moskau, Dokumentation über Rechtsextremismus und Antisemitismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Russland: Rechte Schläger töten 2007 mehr als 35 Menschen