NPD-Chef Voigt versucht die Reihen zu schließen

NPD-Chef Udo Voigt hat sich am 17. September 2008 erneut in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet, Anlass sind offenbar die Diskussionen um seine Person nach der Verurteilung von Ex-Schatzmeister Kemna wegen der Veruntreuung von rund 700.000 Euro.

Voigt versucht nun die Reihen zu schließen, er verweist in der langatmigen Erklärung immer wieder auf Attacken von außen auf die NPD. Nun sei die NPD von innen angegriffen worden, dies wollten die äußeren Feind nutzen, um Zwietracht zu säen. „Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht zu vergessen, daß die Aktionen des Staates gegen Kemna sicher nicht das Ziel hatten, die NPD vor Betrug zu schützen“, so Voigt.

Er lehnte erneut einen Rücktritt ab, er wolle sich der Verantwortung und den Problemem stellen. Im Gegenzug schlug er vor, den Wahlparteitag 2010 auf das Jahr 2009 vorzuziehen, dieser soll dann kurt nach der Bundestagswahl stattfinden. Sollte die NPD dann einen Erfolg einfahren, könnte Voigt sich sicherlich im Amt halten, scheitert die NPD, hätte er wahrscheinlich nach 13 Jahren Amtszeit seinen Posten geräumt. Weiter heißt es:

Die Voraussetzungen für 2009 sind gut! Mit den zahlreichen Kommunalwahlen in Frühjahr/ Frühsommer und den am 30. August stattfindenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen, Brandenburg und im Saarland haben wir die einmalige Chance, mit unserem Bündnispartner weitere Parlamente zu erobern und vier Wochen später auch zur Bundestagswahl einen Paukenschlag zu setzen. Umso wichtiger ist deshalb einmal mehr, daß wir uns nicht ausein- anderdividieren [sic!] lassen.

Ob damit auch der Programmparteitag, der ja auch 2010 stattfinden soll, erneut verschoben wird, ließ Voigt offen.

Siehe auch: NPD-Programmparteitag offenbar erst im SuperwahljahrEx-Schatzmeister Kemna geht doch von alleine, Prozess gegen Ex-Schatzmeister der NPD: “Guter Kamerad” oder schlechter Betrüger?, Bundesparteitag in Bamberg: Finanzaffäre entzweit NPD, Nach NPD-Parteitag: Ex-Chef Deckert fordert Aufklärung über Kemna-Affäre