MVP: Köster erneut zum NPD-Landeschef gewählt

Die NPD betont immer wieder, sie sei eine durch und durch demokratische Partei. Doch in die Karten möchte sie sich nicht schauen lassen, die grundsätzlichsten Regeln will sie nicht befolgen. So hat die NPD Mecklenburg-Vorpommern nach eigenen Angaben am 15. März 2008 ihren Landesparteitag in Schwerin durchgeführt – nicht öffentlich. Dabei wurde Stefan Köster als Landesvorsitzender wiedergewählt – mit 97 Prozent der Stimmen. Köster kündigte den Angaben zufolge an, „die Bemühungen um einen organisatorischen Ausbau der Nationalen in Mecklenburg und Pommern zu verstärken“. Ein relatinv nichtssagender Satz, da die NPD bereits seit Jahren ihre Strukuturen in dem Bundeslang ausbaut und durch den Einzug in den Landtag organisatorisch gut aufgestellt ist.

Gielnik und Petereit Stellvertreter

Kösters Stellvertreter sind demnach Michael Gielnik und David Petereit. Der Vorsitzende der NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, und der Kreisvorsitzende von Nordvorpommern, Dirk Arendt, kandidierten nicht mehr für den Landesvorstand. Udo Pastörs ist jedoch kraft Amtes Mitglied des Landesvorstandes. Michael Grewe, Enrico Hamisch, Torgai Klingebiel, Frank-Uwe Linke, Tino Müller und Alexander Wendt komplettieren den Landesvorstand. Hier zeigt sich erneut, wie stark der Einfluss der Kader aus den ehemaligen „Freien Kameradschaften“ in der NPD in MVP ist.

Fraktionsgeschäftsführer als „Gast“ in Schwerin

Im Folgenden heißt es: „Das Gastreferat hielt der NPD-Generalsekretär Peter Marx. Er spannte einen weiten Bogen von der Bevormundung der EU-Bürokratie bis hin zur unsozialen und volksfremden Politik in Berlin und Schwerin.“ Peter Marx – immerhin Fraktionsgeschäftsführer in Schwerin – als einen Gastredner zu verkaufen, ist natürlich schon gewagt, wenn auch formal richtig, da er ja nicht zum NPD-Landesverband gehört. Spannend war sein Referat indes wohl nicht, einen „weiten Bogen“ ziehen klingt nicht sehr fesselnd.

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